FAQ

Häufige Fragen

Was ist Souveräne Systeme

Eine Plattform für KI-Services, die vollständig in Europa betrieben wird. Verfügbar sind ein KI-Chat für den Arbeitsalltag, Workflows (eine feste Folge von Schritten, einmal angelegt und danach im Chat gestartet), die Recherche mit freigegebenen Suchanfragen und belegtem Bericht, die Dokumenten-Verarbeitung (Zusammenfassen, Prüfen, Anonymisieren), das Rechnen mit Tabellen im Browser, Klangskript (Transkription und Live-Übersetzung als Untertitel — einer spricht, die Zuhörer lesen mit), eine eigene GPU-Instanz für die Dauer einer Sitzung, das Terminal Ihres eigenen Rechners in der Anwendung, ein Recherche-Notizbuch, Postvogt (E-Mail-Triage), ein Assistent für die Räume Ihres eigenen Matrix-Servers, die Anbindung Ihres CalDAV-Kalenders und ein Fristenwächter für Verträge. Dateien können dabei aus Ihrer eigenen Nextcloud kommen. Alle Services teilen dasselbe Fundament: Verarbeitung ausschließlich auf europäischer Infrastruktur, keine US-Konzernmutter in der Kette, keine Tracker.

Wie bekomme ich Zugang

Die Plattform startet voraussichtlich Mitte November 2026. Vorher lassen wir Verträge und Datenschutz anwaltlich prüfen und vergeben keine neuen Zugänge. Wenn Sie zum Start benachrichtigt werden möchten, schreiben Sie uns an die im Impressum genannte Adresse.

Was kostet die Nutzung

Alle Dienste rechnen nach Nutzung über ein gemeinsames Guthaben ab, das Sie per Prepaid aufladen oder über ein Abo monatlich gutgeschrieben bekommen. Eine Übersicht steht unter Preise; verbindlich ist die Preisliste in der Anwendung unter „Abrechnung”, und vor größeren Vorgängen zeigt die Anwendung eine Kostenschätzung.

Wo werden meine Daten verarbeitet

Der Kern — Konten, Abrechnung, verschlüsselte Datenblöcke und die Dateien Ihrer Wissensbasis — liegt bei der Hetzner Online GmbH (Deutschland). Die Verarbeitung Ihrer Inhalte liegt seit dem 30. August 2026 an zwei Orten: Chat, Dokumenten-Verarbeitung, Matrix-Bot und Seitenwächter laufen auf einem eigenen Server bei der netcup GmbH (Nürnberg), der dort auch die optionale Web-Recherche weiterleitet. GPU-Sitzungen — Klangskript, Open Notebook, der Podcast-Begleiter und die eigene Instanz — laufen bei Scaleway (Frankreich/Polen), ebenso die Einbettungen Ihrer Wissensbasis. Die Modell-Antwort des Chats erzeugt seit dem 21. September 2026 die AKI.IO GmbH in Berlin, mit Rechenzentren ausschließlich in Deutschland; sie sichert vertraglich zu, Eingaben und Ausgaben weder zu protokollieren noch zu speichern oder auszuwerten. Mit allen genannten Anbietern bestehen Auftragsverarbeitungsverträge nach Art. 28 DSGVO. Ein getrennter Verarbeitungsweg für Berufsgeheimnisträger (§ 203 StGB) ist entworfen, aber noch nicht in Betrieb; bis dahin können wir Konten unter Schweigepflicht nicht bedienen. Die vollständige Kette steht im Transparenzbericht.

Das gilt für die Anbieter, die wir beauftragen. Für die Websuche können Sie einen eigenen Anbieter mitbringen, mit dem Sie selbst den Vertrag haben — auch einen amerikanischen. Diese Möglichkeit ist standardmäßig aus, und wer sie nutzt, sollte den Abschnitt dazu im Transparenzbericht gelesen haben.

Was kann der Server von meinen Inhalten lesen

Standardmäßig nichts. Ihre Unterhaltungen, Vorlagen-Eingaben, Ihr Projektwissen und Ihre Wissensbasis werden im Browser verschlüsselt, bevor sie gespeichert werden. Der Schlüssel wird aus Ihrem Passwort abgeleitet und verlässt Ihr Gerät nicht. Unsere Server speichern nur verschlüsselte Datenblöcke, die sie mathematisch nicht lesen können. Während einer Chat-Anfrage verarbeitet die Inferenz-Infrastruktur den Text flüchtig im Arbeitsspeicher; auf Festplatten wird er nicht geschrieben.

Zwei Abweichungen, beide von Ihnen ausgelöst: Sie können für einzelne Kategorien die Stufe „Klartext” wählen — dann liegt diese Kategorie lesbar bei uns. Und wenn Sie dem Matrix-Bot den Wissenszugriff erlauben, kann der Bot-Dienst Ihre Wissensbasis lesen, solange die Verbindung besteht. Beides ist standardmäßig aus und im Transparenzbericht ausführlich beschrieben.

Was passiert mit hochgeladenen Dokumenten

Hochgeladene Dateien werden auf unserer Verarbeitungs-Instanz ausschließlich im Arbeitsspeicher ausgelesen — die Instanz speichert weder die Datei noch den ausgelesenen Text. Das Ergebnis wird danach gemäß Ihrer Einstellung unter „Datenspeicherung” aufbewahrt: standardmäßig Zero-Knowledge-verschlüsselt (für den Server nicht lesbar), auf Wunsch gar nicht („flüchtig”) oder — nur nach ausdrücklicher Wahl — im Klartext. Übernahmen in die Wissensbasis eines Projekts bleiben davon unabhängig immer verschlüsselt in Ihrem Tresor. Optional können Sie ein Dokument vor der Übergabe an die KI auf personenbezogene Daten prüfen und diese durch Platzhalter ersetzen lassen; ein gespeichertes Dokument enthält dabei stets auch den Originaltext.

Kann die KI mit meinen Tabellen rechnen

Ja, und zwar ohne dass die Tabelle Ihr Gerät verlässt. Ein Sprachmodell rechnet nicht, es formuliert — nach einer Summe gefragt, gibt es eine plausible Zahl aus. Deshalb rechnet unser Chat nicht selbst: Er schreibt ein kurzes Python-Programm, das in einer abgeschotteten Umgebung in Ihrem Browser über Ihrer Datei läuft. Diese Umgebung hat keinen Netzzugang und keinen Zugriff auf Ihr Konto; unsere Server bekommen von diesem Weg nichts zu sehen. An das Modell geht nur die Ausgabe des Programms, also die berechneten Zahlen.

Gelesen werden Excel-Dateien (xlsx, xlsm, xlsb, xls), OpenDocument (ods) und CSV. Geschrieben wird nicht in dieselben Formate zurück; Ergebnisse kommen als Tabelle in der Antwort oder als CSV-Datei zum Herunterladen. Der Programmcode und seine Ausgabe stehen aufklappbar unter jeder Antwort — eine Zahl, deren Rechenweg niemand einsehen kann, ist nicht prüfbar. Gespeichert wird von den Läufen nichts.

Weil dieser Weg weder einen Anbieter noch einen zusätzlichen Empfänger hinzufügt, steht er auch Konten unter § 203 StGB offen. Berechnungen bleiben Entwürfe: Prüfen Sie das Ergebnis, bevor es in eine Rechnung oder eine Kündigung geht.

Was passiert, wenn ich mein Passwort verliere

Bei der Registrierung erhalten Sie einen Wiederherstellungscode. Nur mit diesem Code lässt sich der Zugang zu Ihren verschlüsselten Daten wiederherstellen. Einen serverseitigen Passwort-Reset, der Ihre Daten entschlüsselt, gibt es nicht — das ist keine Einschränkung, sondern die Konsequenz daraus, dass wir Ihre Schlüssel nicht besitzen.

Verlässt jemals etwas Ihre Infrastruktur

Nur, wenn Sie es erlauben. Das betrifft zwei Stellen: die Web-Recherche im Chat und den Dienst Recherche. Im Chat ist die Erlaubnis die Wahl eines Suchanbieters in den Einstellungen; ein einmaliger Hinweis nennt den Empfänger und dessen Aufbewahrung und muss bestätigt werden. Danach steht der Schalter für die Web-Recherche auf „an”, ein Klick schaltet ihn für die laufende Sitzung ab. Vor jeder einzelnen Suche fragt der Chat nicht mehr nach — außer wenn in derselben Antwortrunde schon eine abgerufene Seite oder ein Suchergebnis eingeflossen ist; dann wird jede weitere Anfrage nach draußen vorher angezeigt und bestätigt. Jede Suchanfrage und jede abgerufene Seite erscheint sichtbar über der Antwort, bei jeder Suche mit dem Anbieter. Abgerufen werden nur Adressen, die im Gespräch bereits vorkamen oder die eine Suche geliefert hat. Der Dienst Recherche legt Ihnen seine Suchanfragen im Wortlaut zur Freigabe vor, bevor sie hinausgehen. Erkannte personenbezogene Angaben werden vorher durch Platzhalter ersetzt, die Anfragen laufen über unseren eigenen Server in Deutschland, und die Suchmaschine sieht dessen Adresse, nicht Ihre.

Nennen Sie beim Themenaufbau eine Startadresse, ermitteln wir zusätzlich die Adressen unterhalb dieser Seite — aus deren eigenen veröffentlichten Verzeichnissen, nicht durch Crawlen. Die robots.txt der Zielseite ist dabei bindend, und die gefundene Liste legen wir Ihnen vor dem Abruf zum Abhaken vor; gelesen wird nur, was Sie angehakt haben. Für Konten mit gesetzlicher Schweigepflicht (§ 203 StGB) ist der Web-Zugriff insgesamt gesperrt.

Können mehrere Mitarbeiter dasselbe Konto nutzen

Sie erhalten keine geteilten Zugänge, sondern eigene Konten: Der Inhaber lädt Mitarbeiter ein, die sich selbst ein Passwort vergeben und einen eigenen Schlüssel bekommen. Abgerechnet wird über die Kasse des Inhabers, mit einem optionalen Monatsdeckel pro Mitarbeiter. Inhalte, Wissen und Postfächer eines Mitarbeiters kann der Inhaber nicht einsehen — sie liegen unter dessen Schlüssel.

Welche KI-Modelle werden eingesetzt

Aktuelle Open-Weight-Modelle, betrieben auf europäischer Infrastruktur. Sie wählen das Modell pro Unterhaltung; für aufwendigere Aufgaben stehen Modelle mit ausführlichem Rechenweg („Reasoning”) bereit.

Gibt es Limits

Im Pilot gilt ein tägliches Token-Budget pro Konto sowie eine Begrenzung der Anfragen pro Minute. Ihren aktuellen Stand sehen Sie jederzeit in der Anwendung unter „Verbrauch”. Hinzu kommt das Guthaben selbst: Bei einem Abo ist der Monatsbetrag zugleich der Budget-Deckel, und Sie entscheiden, ob darüber hinaus über Prepaid-Guthaben weitergerechnet oder angehalten wird. Für Mitarbeiterkonten kann der Inhaber je Konto einen Monatsdeckel setzen.

Wird der Quellcode veröffentlicht

Er ist es. Seit dem 15. August 2026 liegt der Quellcode unter git.souveraene-systeme.de, lizenziert unter AGPL-3.0-or-later. Die Offenlegung dient als Beleg dafür, dass die beschriebene Verschlüsselung tatsächlich so umgesetzt ist, wie wir sie beschreiben. Wer den Code ändert und selbst als Dienst betreibt, muss seine Änderungen unter derselben Lizenz offenlegen.

Nicht unter dieser Lizenz stehen unsere Texte — dieser Fragenkatalog, der Transparenzbericht, die Datenschutzerklärung — sowie Name und Logo. Ein abgeleiteter Dienst läuft unter eigenem Namen und beschreibt seinen eigenen Betrieb.

Wie stelle ich weitere Fragen

Per E-Mail an die im Impressum genannte Adresse.