Was ist Souveräne Systeme
Eine Plattform für KI-Services, die vollständig in Europa betrieben wird. Verfügbar sind ein KI-Chat für den Arbeitsalltag, Workflows (eine feste Folge von Schritten, einmal angelegt und danach im Chat gestartet), die Recherche mit freigegebenen Suchanfragen und belegtem Bericht, die Dokumenten-Verarbeitung (Zusammenfassen, Prüfen, Anonymisieren), Klangskript (Transkription und Live-Übersetzung als Untertitel — einer spricht, die Zuhörer lesen mit), eine eigene GPU-Instanz für die Dauer einer Sitzung, das Terminal Ihres eigenen Rechners in der Anwendung, ein Recherche-Notizbuch, Postvogt (E-Mail-Triage), ein Assistent für die Räume Ihres eigenen Matrix-Servers, die Anbindung Ihres CalDAV-Kalenders und ein Fristenwächter für Verträge. Dateien können dabei aus Ihrer eigenen Nextcloud kommen. Alle Services teilen dasselbe Fundament: Verarbeitung ausschließlich auf europäischer Infrastruktur, keine US-Konzernmutter in der Kette, keine Tracker.
Wie bekomme ich Zugang
Der Betrieb läuft derzeit als geschlossener Pilot. Sie können per E-Mail einen Einladungscode anfragen; mit dem Code erstellen Sie Ihr Konto.
Was kostet die Nutzung
Alle Dienste rechnen nach Nutzung über ein gemeinsames Guthaben ab, das Sie per Prepaid aufladen oder über ein Abo monatlich gutgeschrieben bekommen. Eine Übersicht steht unter Preise; verbindlich ist die Preisliste in der Anwendung unter „Abrechnung”, und vor größeren Vorgängen zeigt die Anwendung eine Kostenschätzung.
Wo werden meine Daten verarbeitet
Die Plattform läuft bei der Hetzner Online GmbH (Deutschland). Die KI-Verarbeitung findet bei Scaleway (Frankreich/Polen) statt; Scaleway sichert für diese Schnittstelle vertraglich zu, Eingaben und Ausgaben nicht zu speichern. Die optionale Web-Recherche läuft über einen eigenen Server bei der netcup GmbH (Nürnberg), der Verarbeitungsweg für Berufsgeheimnisträger (§ 203 StGB) über IONOS (Deutschland). Mit allen Anbietern bestehen Auftragsverarbeitungsverträge nach Art. 28 DSGVO. Die vollständige Kette steht im Transparenzbericht.
Das gilt für die Anbieter, die wir beauftragen. Für die Websuche können Sie einen eigenen Anbieter mitbringen, mit dem Sie selbst den Vertrag haben — auch einen amerikanischen. Diese Möglichkeit ist standardmäßig aus, und wer sie nutzt, sollte den Abschnitt dazu im Transparenzbericht gelesen haben.
Was kann der Server von meinen Inhalten lesen
Standardmäßig nichts. Ihre Unterhaltungen, Vorlagen-Eingaben, Ihr Projektwissen und Ihre Wissensbasis werden im Browser verschlüsselt, bevor sie gespeichert werden. Der Schlüssel wird aus Ihrem Passwort abgeleitet und verlässt Ihr Gerät nicht. Unsere Server speichern nur verschlüsselte Datenblöcke, die sie mathematisch nicht lesen können. Während einer Chat-Anfrage verarbeitet die Inferenz-Infrastruktur den Text flüchtig im Arbeitsspeicher; auf Festplatten wird er nicht geschrieben.
Zwei Abweichungen, beide von Ihnen ausgelöst: Sie können für einzelne Kategorien die Stufe „Klartext” wählen — dann liegt diese Kategorie lesbar bei uns. Und wenn Sie dem Matrix-Bot den Wissenszugriff erlauben, kann der Bot-Dienst Ihre Wissensbasis lesen, solange die Verbindung besteht. Beides ist standardmäßig aus und im Transparenzbericht ausführlich beschrieben.
Was passiert mit hochgeladenen Dokumenten
Hochgeladene Dateien werden auf unserer Verarbeitungs-Instanz ausschließlich im Arbeitsspeicher ausgelesen — die Instanz speichert weder die Datei noch den ausgelesenen Text. Das Ergebnis wird danach gemäß Ihrer Einstellung unter „Datenspeicherung” aufbewahrt: standardmäßig Zero-Knowledge-verschlüsselt (für den Server nicht lesbar), auf Wunsch gar nicht („flüchtig”) oder — nur nach ausdrücklicher Wahl — im Klartext. Übernahmen in die Wissensbasis eines Projekts bleiben davon unabhängig immer verschlüsselt in Ihrem Tresor. Optional können Sie ein Dokument vor der Übergabe an die KI auf personenbezogene Daten prüfen und diese durch Platzhalter ersetzen lassen; ein gespeichertes Dokument enthält dabei stets auch den Originaltext.
Was passiert, wenn ich mein Passwort verliere
Bei der Registrierung erhalten Sie einen Wiederherstellungscode. Nur mit diesem Code lässt sich der Zugang zu Ihren verschlüsselten Daten wiederherstellen. Einen serverseitigen Passwort-Reset, der Ihre Daten entschlüsselt, gibt es nicht — das ist keine Einschränkung, sondern die Konsequenz daraus, dass wir Ihre Schlüssel nicht besitzen.
Verlässt jemals etwas Ihre Infrastruktur
Nur, wenn Sie es einzeln freigeben. Das betrifft zwei Stellen: den Dienst Recherche und den Schalter für die Web-Recherche, der im Chat pro Unterhaltung zu setzen ist. Bevor eine Suchanfrage oder ein Seitenabruf hinausgeht, zeigt die Anwendung den genauen Wortlaut und wartet auf Ihre Freigabe. Erkannte personenbezogene Angaben werden vorher durch Platzhalter ersetzt, die Anfragen laufen über unseren eigenen Server in Deutschland, und die Suchmaschine sieht dessen Adresse, nicht Ihre.
Nennen Sie beim Themenaufbau eine Startadresse, ermitteln wir zusätzlich die Adressen unterhalb dieser Seite — aus deren eigenen veröffentlichten Verzeichnissen, nicht durch Crawlen. Die robots.txt der Zielseite ist dabei bindend, und die gefundene Liste legen wir Ihnen vor dem Abruf zum Abhaken vor; gelesen wird nur, was Sie angehakt haben. Für Konten mit gesetzlicher Schweigepflicht (§ 203 StGB) ist der Web-Zugriff insgesamt gesperrt.
Können mehrere Mitarbeiter dasselbe Konto nutzen
Sie erhalten keine geteilten Zugänge, sondern eigene Konten: Der Inhaber lädt Mitarbeiter ein, die sich selbst ein Passwort vergeben und einen eigenen Schlüssel bekommen. Abgerechnet wird über die Kasse des Inhabers, mit einem optionalen Monatsdeckel pro Mitarbeiter. Inhalte, Wissen und Postfächer eines Mitarbeiters kann der Inhaber nicht einsehen — sie liegen unter dessen Schlüssel.
Welche KI-Modelle werden eingesetzt
Aktuelle Open-Weight-Modelle, betrieben auf europäischer Infrastruktur. Sie wählen das Modell pro Unterhaltung; für aufwendigere Aufgaben stehen Modelle mit ausführlichem Rechenweg („Reasoning”) bereit.
Gibt es Limits
Im Pilot gilt ein tägliches Token-Budget pro Konto sowie eine Begrenzung der Anfragen pro Minute. Ihren aktuellen Stand sehen Sie jederzeit in der Anwendung unter „Verbrauch”. Hinzu kommt das Guthaben selbst: Bei einem Abo ist der Monatsbetrag zugleich der Budget-Deckel, und Sie entscheiden, ob darüber hinaus über Prepaid-Guthaben weitergerechnet oder angehalten wird. Für Mitarbeiterkonten kann der Inhaber je Konto einen Monatsdeckel setzen.
Wird der Quellcode veröffentlicht
Das ist geplant. Die Offenlegung dient als Beleg dafür, dass die beschriebene Verschlüsselung tatsächlich so umgesetzt ist, wie wir sie beschreiben.
Wie stelle ich weitere Fragen
Per E-Mail an die im Impressum genannte Adresse.